Politisches Engagement
Neben meiner großen Schwäche für das Schreiben, habe ich mich immer wieder auch politisch betätigt. Dies stellte jedoch immer eher eine Freizeitaktivität dar. Ich wollte und will keine politische Karriere machen.
Organisation einer Demo gegen Gewalt:
Rund 700 Jugendliche nahmen an der „Demo gegen Gewalt“ teil, die vom Verband politischer Jugend organisiert wurde. Am rund ein Kilometer langem Zug nahmen auch prominente Politiker teil.
Ich übernahm die Koordination der vier Arbeitsgruppen und die PR in den Medien.
Presse: Bericht
European Youth Gathering in Paris:
Im Jahre 1999 initiierte die Europäische Union den Weißbuchprozess zum Thema „Jugendbeteiligung“. Sowohl bei der deutschen (Berlin) als auch bei der europäischen Konferenz (Paris) ging es darum, Ideen für mehr politische Beteiligung zu formulieren. „Selbstbestimmt statt fremdbespaßt“ war unser Motto. Mir ermöglichte dies einen frühen Einblick in praktische Politikvorgänge und stärkte meine Rhetorik.
Download: Das Ergebnis als Whitepaper (PDF)
Groupleader beim Europäischen Studentenfestival:
Im Mai 2006 leitete ich den Workshop „Press Freedom in Europe“ im Rahmen des Greifswalder Studentenfestivals „Project: U-Rope“. Eine Woche lang kam ich in intensiven, persönlichen Kontakt mit vielen Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Das gesamte Festival war in englischer Sprache.
Gründung Front Deutscher Äpfel MV:
Noch vor der Landtagswahl in MV 2006, startete ich den Aufbau des „Gau MV“ der Front Deutscher Äpfel. Diese Straßensatire nimmt alle rechtsextremen Erscheinungsformen aufs Korn – in MV allen voran die NPD. Über zwei Jahre leitete ich diese Gruppe und lernte viel über politisches Engagement für mehr demokratisches Verständnis. Dies habe ich hier detaillierter beschrieben.
Mitglied im Studierendenparlament der Uni Greifswald:
Große Unzufriedenheit mit der Greifswalder Hochschulpolitik trieb mich Anfang 2008 aus der Redaktion in das Studierendenparlament (StuPa). Mit einem provokativen Wahlkampf und dem “Versprechen” all den Irrsinn im StuPa zukünftig live in meinem dafür geschaffenen “StuPa-Info-Blog” zu protokollieren, gewann ich bei meiner ersten Wahl direkt die meisten Stimmen. Neben der Show, stand jedoch bei mir dahinter auch das ernsthafte Interesse, mehr Transparenz für die verkümmerte Hochschulpolitik zu schaffen. Tatsächlich zogen bei den nachfolgenden Wahlen die Anzahl der Kandidaten, der Umfang des Wahlkampfs und auch die Wahlbeteiligung spürbar an. Ich blieb zwei Legislaturen im Parlament.
Link: Interview mit dem Moritz (to be added)
Mitglied im Akademischen Senat der Uni Greifswald:
Auch im Senat, dem höchsten Gremium der Universität, hatte ich mir vorgenommen für mehr Transparenz zu sorgen. Hier waren die Bretter jedoch wesentlich schwerer zu bohren. Schon einige aktuelle Twitter-Nachrichten aus der – wohlgemerkt – “öffentlichen Sitzung” sorgten für Empörung. Immerhin konnte ich zusammen mit Professor Köhler und einigen Studenten durchsetzen, dass heute zumindest die Dokumente des Senats veröffentlicht werden. Ich war zwei Jahre Mitglied des Gremiums.
Link: Artikel im Moritz
Engagement gegen den Rassist und Antisemit “Ernst Moritz Arndt” als Namenspatron der Uni Greifswald
In einer einjährigen Kampagne von Juni 2009 bis März 2010 engagierte sich ein breites Bündnis aus Studenten an der Universität Greifswald, gegen den rassistischen und antisemitischen Namenspatron “Ernst Moritz Arndt”. Ich war als Sprecher und Projektkoordinator der Initiative aktiv und leistete u. a. umfangreiche Medienarbeit. Dadurch geriet ich jedoch bald selbst ins Kreuzfeuer der oft (aber nicht nur!) aus dem rechtsnationalen bis rechtsextremen Lager stammenden Arndt-Befürworter. Eine knappe Mehrheit im Senat lehnte die Ablegung des Namens schließlich ab. Der Name belastet bis heute das Image der Universität.
Da das Projekt in vielerlei Hinsicht eine umfangreichere Betrachtung verdient, habe ich dafür eine eigene Unterseite erstellt.
Wahlkampf für die Piratenpartei und Landesvorsitzender in MV:
In der Piratenpartei engagiere ich mich seit der Europawahl 2009. Ich war im Wahlkampf aktiv und wurde Ende 2009 zum Vorsitzenden des Landesvorstands gewählt. Von diesem Amt trat ich zu meinem eigenen Bedauern nur wenige Monate später wieder zurück, da ich Anfang 2010 nach Berlin umzog.

Warum diese Partei? Die Piratenpartei verbindet für mich die modernsten politischen Ideen: basisdemokratische Elemente, effiziente Kommunikation, aktuelle Themen aus Bürgerrechten, Datenschutz, einem neuen Urheberrecht, Mitbestimmung der Bevölkerung, Bildungspolitik, Transparenz und Lobbyismuskontrolle. Ich verstehe die Partei als eine Bewegung, die die Demokratie in Deutschland vor der eigenen Angststarre retten will und damit auch als Forum für eine unbegrenzte Anzahl an gesellschaftlichen Themen dienen kann.

Presse: Gespräch mit dem neuen Landesvorsitzenden; Statement zur Vorratsdatenspeicherung in der Ostsee-Zeitung
Themen die mich bewegen:
- Mitbestimmungsmöglichkeiten auf allen Ebenen der Politik
- Der Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft
- Der Umstieg der Auto- und Transportindustrie auf erneuerbare Energiequellen
- Die Probleme mit dem überholten Urheberrechts
- Der Ausstieg aus dem Sozialstaat
- Das Demokratiedefizit der EU
- Die globale Ausbeutung von Ressourcen und Versklavung der Arbeitskraft, insbesondere in der Dritten Welt und in Entwicklungsländern
- Alle Folgen die aus modernen Technologien resultieren, vor allem aus der Informations-Revolution, die das Internet ausgelöst hat
- Versuche das Internet zu zensieren oder zu kontrollieren
- Das Sterben der alten Medien und die Zukunft des Journalismus (u. a. Wikileaks)
- Korruption, Betrug, Machtmissbrauch generell, besonders aber gegen Schwache wie Verbraucher oder Steuerzahler
- Der Konsumwahnsinn
- Die globale Finanz-, Spekulations-, Börsen-, Rohstoff-, Schulden- sowie Geld- und Währungskrise (ja, das hängt imho alles zusammen)
Zu diesen und anderen Themen äußere ich mich regelmäßig auf diesem Twitter-Account!








